Renew·Hilde Vautmans (Berichterstatterin)·Vautmans will Zusammenarbeit mit China, aber nicht um jeden Preis, und fordert fairen Wettbewerb, Gegenseitigkeit und Handelsschutz gegen Dumping.
„Europe wants cooperation with China; we want a strong partnership; we want dialogue and we want to work together wherever we can, but not at any cost. First, our economy. We want fair competition and reciprocity. When China dumps cheap goods on our market, we must use our trade tools, and when China turns our dependence on critical raw materials into a weapon, we must reduce that dependence.“
Übersetzung: „Europa will Zusammenarbeit mit China; wir wollen eine starke Partnerschaft, wir wollen Dialog und wollen zusammenarbeiten, wo immer es geht, aber nicht um jeden Preis. Erstens unsere Wirtschaft. Wir wollen fairen Wettbewerb und Gegenseitigkeit. Wenn China billige Waren auf unseren Markt wirft, müssen wir unsere Handelsinstrumente nutzen, und wenn China unsere Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen zur Waffe macht, müssen wir diese Abhängigkeit verringern.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 18, Rednerabschnitt Vautmans[6] EVP·Nicolás Pascual de la Parte (für EVP)·Pascual de la Parte verlangt eine Beziehung auf Grundlage von Festigkeit und Gegenseitigkeit und kritisiert Chinas Unterstützung Russlands.
„We have to recognise that China is behaving in a way that is putting in danger our interests, not only in the trade and commerce sector, but in security and defence. If China wants to be a superpower, it has to help to keep peace, security and stability as part of being a superpower. And it is not abiding by this principle. Sustaining Russia in the war in Ukraine is something we have to raise every time we meet them.“
Übersetzung: „Wir müssen anerkennen, dass China sich so verhält, dass es unsere Interessen gefährdet, nicht nur in Handel und Wirtschaft, sondern auch in Sicherheit und Verteidigung. Wenn China eine Supermacht sein will, muss es als Supermacht helfen, Frieden, Sicherheit und Stabilität zu wahren. Und an diesen Grundsatz hält es sich nicht. Die Unterstützung Russlands im Krieg gegen die Ukraine müssen wir bei jedem Treffen ansprechen.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 18, Rednerabschnitt Pascual de la Parte[6] S&D·Lucia Annunziata (für S&D)·Annunziata wirbt für einen differenzierten Ansatz statt dauerhafter Rivalität, mit klarer Haltung zu Menschenrechten, Demokratie und Taiwan.
„There are two ways: one is the confrontational approach that can condemn China to be our systemic rival forever – I speak to Pascal, who supported this idea, and in fact it is the position of the centre right; the other possibility is an articulate approach, taking an extremely strong stance on three points – human rights, the lack of democracy and military expansion, meaning Taiwan. To the open dialogue on the real issue that now is devastating for us – the imbalanced trade relationship that causes the EU a loss of EUR 1 billion every day, as Hilde Vautmans said before me – I am in favour of the second approach, as has been very clear during this year of negotiation. Big game is developing the rapprochement between China and the US and if the EU is left out, it is going to be condemned to be a minor player.“
Übersetzung: „Es gibt zwei Wege: Der eine ist der konfrontative Ansatz, der China dazu verurteilen kann, für immer unser systemischer Rivale zu sein – ich spreche zu Pascal, der diese Idee unterstützt hat, und das ist in der Tat die Position der Mitte-Rechts; die andere Möglichkeit ist ein differenzierter Ansatz mit einer äußerst klaren Haltung in drei Punkten – Menschenrechte, fehlende Demokratie und militärische Expansion, also Taiwan. Für den offenen Dialog über das eigentliche Problem, das uns jetzt schwer schadet – die unausgewogenen Handelsbeziehungen, die der EU täglich einen Verlust von 1 Mrd. EUR bescheren, wie Hilde Vautmans vor mir sagte –, bin ich für den zweiten Ansatz, wie in diesem Verhandlungsjahr sehr deutlich wurde. Mit der Annäherung zwischen China und den USA entsteht ein großes Spiel, und wenn die EU außen vor bleibt, wird sie zu einer Nebenrolle verurteilt sein.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 18, Rednerabschnitt Annunziata[6] Renew·Engin Eroglu (für Renew)·Eroglu sieht China zunehmend als systemischen Rivalen, weil Gespräche keine Ergebnisse gebracht hätten, und fordert mehr Wettbewerbsfähigkeit.
„Und jetzt müssen wir einen Bericht schreiben, und der Bericht zeichnet ein Bild ab: China wird mehr und mehr ein systemischer Rivale. Nicht weil wir es wollen, weil China innen- und außenpolitisch diese Entscheidungen trifft. Deswegen müssen wir diesen Bericht so abschließen, wie wir ihn machen. Und, Herr Kommissar, ganz, ganz wichtig: Wenn wir handlungsfähig werden wollen, müssen wir wettbewerbsfähiger werden. China kennt nur die Sprache der Stärke und nicht die Sprache der Diplomatie.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 18, Rednerabschnitt Eroglu[6] Grüne/EFA·Ville Niinistö (für Grüne/EFA)·Niinistö verlangt eine geschlossene China-Politik ohne naive Abhängigkeit und gezielte Maßnahmen gegen chinesische Unterstützung für Russlands Krieg.
„Madam President, Europe needs a clear and united China policy, neither naive dependence nor disengagement. We must cooperate with China where global challenges demand it, especially on issues like climate and biodiversity, but cooperation cannot mean ignoring growing strategic dependencies, unfair economic practices or threats to our security, human rights or democracy. […] China's material support to Russia's military industrial complex is already an issue of particular seriousness. Where Chinese entities enable Russia's war of aggression, Europe must be prepared to respond with targeted, restrictive measures.“
Übersetzung: „Frau Präsidentin, Europa braucht eine klare und geschlossene China-Politik, weder naive Abhängigkeit noch Abkopplung. Wir müssen mit China zusammenarbeiten, wo globale Herausforderungen es verlangen, besonders bei Klima und Artenvielfalt, aber Zusammenarbeit darf nicht heißen, wachsende strategische Abhängigkeiten, unfaire Wirtschaftspraktiken oder Bedrohungen unserer Sicherheit, der Menschenrechte oder der Demokratie zu ignorieren. […] Chinas materielle Unterstützung für Russlands militärisch-industriellen Komplex ist bereits ein besonders ernstes Problem. Wo chinesische Akteure Russlands Angriffskrieg ermöglichen, muss Europa bereit sein, mit gezielten restriktiven Maßnahmen zu reagieren.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 18, Rednerabschnitt Niinistö[6] EKR·Mariusz Kamiński (für EKR)·Kamiński nennt China eine totalitäre Diktatur und verlangt, die Beziehungen an UN-Charta, Menschenrechte und WTO-Regeln zu knüpfen.
„Chiny to komunistyczna, totalitarna dyktatura, stanowiąca zagrożenie dla wolnego świata. Sprowadzenie relacji z Chinami do pragmatycznych stosunków gospodarczych jest nie tylko cynizmem, ale nieodpowiedzialną głupotą. Chiny zalewają dziś Europę tanimi, dotowanymi przez państwo towarami, niszcząc europejski przemysł i miejsca pracy. […] Dlatego też domagamy się, aby Chiny respektowały Kartę Narodów Zjednoczonych, Powszechną Deklarację Praw Człowieka i zasady Światowej Organizacji Handlu. Na poszanowaniu tych zasad muszą opierać się nasze relacje z Pekinem.“
Übersetzung: „China ist eine kommunistische, totalitäre Diktatur, die eine Bedrohung für die freie Welt darstellt. Die Beziehungen zu China auf pragmatische Wirtschaftsbeziehungen zu reduzieren, ist nicht nur zynisch, sondern verantwortungslose Dummheit. China überschwemmt Europa heute mit billigen, staatlich subventionierten Waren und zerstört europäische Industrie und Arbeitsplätze. […] Deshalb fordern wir, dass China die Charta der Vereinten Nationen, die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und die Regeln der Welthandelsorganisation achtet. Auf der Achtung dieser Grundsätze müssen unsere Beziehungen zu Peking beruhen.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 18, Rednerabschnitt Kamiński[6] PfE·Juan Carlos Girauta Vidal (für PfE)·Girauta Vidal sieht China als strategisches Risiko und wirft der spanischen Regierung vor, chinesischem Einfluss die Tür zu öffnen.
„Señora presidenta, una de las pocas cosas salvables de la anterior legislatura fue el reconocimiento de una realidad: China no es nuestra amiga, sino un riesgo estratégico para Europa. Esa toma de conciencia plasmada por este Parlamento en sus informes debe defenderse de los intentos de socavarla procedentes de Pekín. Miren a España: mientras Europa intenta cerrar la puerta a la influencia china, el obsolescente presidente Sánchez la ha abierto de par en par y el expresidente Zapatero, amigo de la joyería gratis, aparece una y otra vez en contratos, intermediaciones, dinero e investigaciones vinculadas a intereses chinos.“
Übersetzung: „Frau Präsidentin, eines der wenigen erhaltenswerten Dinge der letzten Wahlperiode war die Anerkennung einer Realität: China ist nicht unser Freund, sondern ein strategisches Risiko für Europa. Diese Erkenntnis, die dieses Parlament in seinen Berichten festgehalten hat, muss gegen Versuche aus Peking verteidigt werden, sie zu untergraben. Schauen Sie nach Spanien: Während Europa versucht, chinesischem Einfluss die Tür zu verschließen, hat der verbrauchte Ministerpräsident Sánchez sie weit geöffnet, und Ex-Ministerpräsident Zapatero, Freund geschenkten Schmucks, taucht immer wieder bei Verträgen, Vermittlungen, Geld und Ermittlungen im Zusammenhang mit chinesischen Interessen auf.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 18, Rednerabschnitt Girauta Vidal[6] Die Linke·Danilo Della Valle (für Die Linke)·Della Valle kritisiert, der Bericht verwerfe Dialog und Zusammenarbeit mit einem wichtigen Handelspartner zugunsten der US-Linie.
„Signora Presidente, signor Commissario, questa relazione è per me un'occasione persa, l'ennesima, perché si poteva scegliere la via del dialogo, della cooperazione, del mutuo interesse e invece si è scelto di compiere un suicidio, avallando il volere del padrone statunitense Trump. […] Le esportazioni dell'Unione europea verso la Cina valgono circa 200 miliardi di euro l'anno ed esiste un potenziale di crescita enorme. Eppure, siete pronti a sacrificare anche il rapporto con un partner commerciale strategico, mandando all'aria ogni prospettiva di cooperazione con la nuova Via della Seta e fingendo di ignorare che i dazi di Trump costano al PIL dell'Europa circa 50 miliardi l'anno.“
Übersetzung: „Frau Präsidentin, Herr Kommissar, dieser Bericht ist für mich eine verpasste Chance, wieder einmal, denn man hätte den Weg des Dialogs, der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Interesses wählen können, stattdessen hat man Selbstmord gewählt und den Willen des amerikanischen Herrn Trump abgesegnet. […] Die Exporte der EU nach China sind rund 200 Mrd. EUR im Jahr wert, und es gibt ein enormes Wachstumspotenzial. Dennoch sind Sie bereit, auch die Beziehung zu einem strategischen Handelspartner zu opfern, jede Aussicht auf Zusammenarbeit bei der neuen Seidenstraße zunichtezumachen und so zu tun, als wüssten Sie nicht, dass Trumps Zölle Europas BIP rund 50 Mrd. im Jahr kosten.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 18, Rednerabschnitt Della Valle[6] ESN·Petr Bystron (Einzelbeitrag)·Bystron führt das Handelsdefizit mit China auf verschlechterte Rahmenbedingungen in Europa wie Energiepreise und Bürokratie zurück.
„Und nicht deswegen, weil die Arbeiter in China jetzt plötzlich besser geworden sind als die Arbeiter in Deutschland, sondern weil hier die Rahmenbedingungen schlechter wurden. China setzt alles daran, wettbewerbsfähiger zu sein. Es fördert Atomenergie, günstige Energie für die Produktion. Es fördert seine Hochtechnologien. Und hier werden bürokratische Hürden für die Industrie geschaffen und der unsinnige Green Deal und Ähnliches.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 18, Rednerabschnitt Bystron[6]