EVP·Hélder Sousa Silva (für EVP)·Sousa Silva sieht Schulallianzen als Antwort auf den Fachkräftemangel und will einfache Regeln, klare Kriterien und die Einbeziehung ländlicher Schulen.
„Schools in rural, remote or peripheral regions should be able to join the European network and give their students access to experiences and opportunities that are not always within their reach. But we want alliances that are demanding when it comes to results – not bureaucracy – with simple rules and clear criteria for measuring participation and learning outcomes. Vocational education and training (VET) must also be part of this effort. This is how we improve education without leaving anyone behind.“
Übersetzung: „Schulen in ländlichen, abgelegenen oder Randregionen sollten sich dem europäischen Netz anschließen und ihren Schülern Zugang zu Erfahrungen und Möglichkeiten verschaffen können, die sie nicht immer erreichen. Aber wir wollen Allianzen, die bei den Ergebnissen anspruchsvoll sind – nicht bei der Bürokratie –, mit einfachen Regeln und klaren Kriterien zur Messung von Teilnahme und Lernergebnissen. Auch die berufliche Bildung muss Teil dieser Anstrengung sein. So verbessern wir die Bildung, ohne jemanden zurückzulassen.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 13, Rednerabschnitt Sousa Silva[6] S&D·Sabrina Repp (für S&D)·Repp verlangt, die Schulallianzen so zu gestalten, dass alle Schulen und Familien unabhängig von Wohnort und Einkommen teilnehmen können.
„Genau solche Fragen dürfen nicht darüber entscheiden, wer Europa erleben kann. Deshalb müssen die europäischen Schulallianzen von Anfang an so gestaltet werden, dass wirklich alle teilnehmen können. Schulen brauchen Unterstützung. Familien dürfen nicht auf zusätzlichen Kosten sitzen bleiben. Ob Förderschule, regionale Schule, Berufsschule, Gymnasien, Schulen im ländlichen Raum oder in der Stadt – alle müssen erreicht werden. Denn Europa darf nicht vom Wohnort oder vom Geldbeutel abhängen.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 13, Rednerabschnitt Repp[6] Renew·Hristo Petrov (für Renew)·Petrov betont, dass jedes Land seinen Lehrplan behält, und will das Programm auch für Dörfer, Grenzregionen und Berufsschulen ohne Bürokratie öffnen.
„Всяка държава сама определя учебната си програма, но училищата могат да си партнират на база това, в което са най-добри и успешни. Това е идеята на европейските училищни алианси. […] Това няма да бъде програма само за големите градове и големите училища. Тя ще бъде достъпна за селата, пограничните райони, професионалните гимназии и спортните училища и училищата по изкуствата, и няма да има бюрокрация.“
Übersetzung: „Jedes Land legt seinen Lehrplan selbst fest, aber Schulen können auf der Grundlage dessen zusammenarbeiten, worin sie am besten und erfolgreichsten sind. Das ist die Idee der europäischen Schulallianzen. […] Das wird kein Programm nur für große Städte und große Schulen. Es wird für Dörfer, Grenzregionen, Berufsgymnasien, Sport- und Kunstschulen zugänglich sein, und es wird keine Bürokratie geben.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 13, Rednerabschnitt Petrov[6] Grüne/EFA·Nela Riehl (für Grüne/EFA)·Riehl sieht in den Schulallianzen ein Mittel, Schüler unterschiedlicher Herkunft gemeinsam Demokratie und Respekt lernen zu lassen.
„That is why initiatives like the European School Alliances matter. They bring together students from every background to learn democracy and also respect. As a teacher, I know our duty is to help all kids to thrive, no matter how they look, who they pray to, or where they come from.“
Übersetzung: „Deshalb sind Initiativen wie die europäischen Schulallianzen wichtig. Sie bringen Schülerinnen und Schüler jeder Herkunft zusammen, um Demokratie und auch Respekt zu lernen. Als Lehrerin weiß ich: Unsere Pflicht ist es, allen Kindern zu helfen, sich zu entfalten, egal wie sie aussehen, zu wem sie beten oder woher sie kommen.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 13, Rednerabschnitt Riehl[6] Die Linke·Carolina Morace (für Die Linke)·Morace verlangt mehr Geld für Schulen statt für Aufrüstung und will, dass die Allianzen Ungleichheiten verringern.
„Le scelte di bilancio dicono quale Europa vogliamo. Se per il riarmo avete trovato flessibilità e centinaia di miliardi, nessuno venga a dirci che non ci sono risorse per scuole e giovani. La sicurezza dell'Europa non si costruisce solo con le armi, ma anche con cittadini liberi, consapevoli e capaci di pensiero critico. Le European School Alliances possono essere uno strumento importante, ma devono ridurre le disuguaglianze, non replicarle.“
Übersetzung: „Haushaltsentscheidungen zeigen, welches Europa wir wollen. Wenn Sie für die Aufrüstung Flexibilität und Hunderte Milliarden gefunden haben, soll uns niemand erzählen, es gebe keine Mittel für Schulen und junge Menschen. Europas Sicherheit baut man nicht nur mit Waffen, sondern auch mit freien, mündigen und kritisch denkenden Bürgern. Die European School Alliances können ein wichtiges Instrument sein, aber sie müssen Ungleichheiten verringern, nicht wiederholen.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 13, Rednerabschnitt Morace[6] EKR·Lara Magoni (für EKR)·Magoni unterstützt den Austausch bewährter Praktiken, lehnt aber ein einheitliches Bildungsmodell und neue Brüsseler Bürokratie ab.
„Questo è il valore dell'Europa: condividere esperienze, non imporre modelli. Cooperare non significa uniformare. Non abbiamo bisogno di un modello educativo unico o di nuova burocrazia decisa a Bruxelles, ma di scuole capaci di un sostegno concreto agli insegnanti per accompagnare i giovani europei.“
Übersetzung: „Das ist der Wert Europas: Erfahrungen teilen, keine Modelle aufzwingen. Zusammenarbeiten heißt nicht vereinheitlichen. Wir brauchen kein einheitliches Bildungsmodell und keine neue in Brüssel beschlossene Bürokratie, sondern Schulen, die Lehrkräfte konkret dabei unterstützen können, junge Europäer zu begleiten.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 13, Rednerabschnitt Magoni[6] PfE·Catherine Griset (für PfE)·Griset befürwortet Austausch zwischen Schulen, lehnt aber eine von der EU geschaffene europäische Identität anstelle nationaler Identitäten ab.
„Favoriser les échanges entre jeunes Européens, leur permettre de découvrir d'autres langues et d'autres cultures: nous sommes pour. Mais avant de vouloir fabriquer une citoyenneté européenne, commençons par assurer la première mission de l'école: instruire nos enfants. […] L'Europe peut favoriser les échanges entre nos écoles; elle n'a pas à fabriquer une identité européenne destinée à se substituer à nos identités nationales. Nos priorités sont claires: transmettre, relever le niveau, rétablir l'autorité et garantir la sécurité.“
Übersetzung: „Den Austausch zwischen jungen Europäern zu fördern und ihnen andere Sprachen und Kulturen zu erschließen: Dafür sind wir. Aber bevor wir eine europäische Staatsbürgerschaft erschaffen wollen, sollten wir die erste Aufgabe der Schule sichern: unsere Kinder zu unterrichten. […] Europa kann den Austausch zwischen unseren Schulen fördern; es soll aber keine europäische Identität erschaffen, die unsere nationalen Identitäten ersetzt. Unsere Prioritäten sind klar: Wissen vermitteln, das Niveau heben, Autorität wiederherstellen und Sicherheit gewährleisten.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 13, Rednerabschnitt Griset[6] ESN·Marc Jongen (für ESN)·Jongen sieht in den Schulallianzen einen Verstoß gegen die nationale Zuständigkeit für Bildung und lehnt EU-Werte als Unterrichtsstoff ab.
„Aber die EU-Verträge sind klar, über Bildung entscheiden die Mitgliedstaaten. […] Wir brauchen sicher keine EU-Propaganda für unsere Demokratie in den Klassenzimmern. Das ist gegen die Freiheit gerichtet. Schulen sollen Wissen vermitteln: lesen, rechnen, Naturwissenschaften, Technik.“
CRE, 6.10.2026, Punkt 13, Rednerabschnitt Jongen[6]