EVP·Liudas Mažylis (Mitverfasser)·Mažylis fordert Präsident Alijew auf, die politischen Gefangenen freizulassen und zu europäischen Menschenrechtsverpflichtungen zurückzukehren.
„Todėl kreipiuosi tiesiai: prezidente Alijevai, paleiskite politinius kalinius. Jums nereikia demonstruoti jėgos prieš juos. Jūsų šalis turtinga energetiniais ištekliais, geopolitinė reikšmė regione išaugusi, aktyvus karas su kaimynais nebevyksta. Tikroji politinė jėga šiandien būtų parodyti, kad Azerbaidžanas nebijo laisvo žodžio ir yra pasirengęs sugrįžti prie europinių žmogaus teisių įsipareigojimų bei atviros politinės konkurencijos principų.“
Übersetzung: „Deshalb wende ich mich direkt an Sie: Präsident Alijew, lassen Sie die politischen Gefangenen frei. Sie müssen ihnen gegenüber keine Stärke demonstrieren. Ihr Land ist reich an Energieressourcen, seine geopolitische Bedeutung in der Region ist gewachsen, ein aktiver Krieg mit den Nachbarn findet nicht mehr statt. Wahre politische Stärke wäre es heute zu zeigen, dass Aserbaidschan das freie Wort nicht fürchtet und bereit ist, zu den europäischen Menschenrechtsverpflichtungen und den Grundsätzen offenen politischen Wettbewerbs zurückzukehren.“
CRE, 7.10.2026, Punkt 19.3, Rednerabschnitt Mažylis[5] S&D·Francisco Assis (Mitverfasser)·Assis spricht angesichts der Haftbedingungen von Folter und stellt die Partnerschaft mit Aserbaidschan infrage.
„Este tipo de sevícias, em combinação com o isolamento, torna incontornável a utilização de uma palavra: tortura. Os opositores políticos no Azerbaijão são presos e são torturados. Perante isto, não temos apenas o dever de sancionar os responsáveis de uma vez por todas, como temos de nos perguntar seriamente se queremos, se podemos, aliás, manter algum tipo de parceria com este regime controlado pela Rússia.“
Übersetzung: „Diese Art von Misshandlung macht in Verbindung mit der Isolation ein Wort unumgänglich: Folter. Politische Gegner werden in Aserbaidschan inhaftiert und gefoltert. Angesichts dessen haben wir nicht nur die Pflicht, die Verantwortlichen endlich zu sanktionieren, sondern müssen uns ernsthaft fragen, ob wir mit diesem von Russland kontrollierten Regime überhaupt irgendeine Partnerschaft aufrechterhalten wollen und können.“
CRE, 7.10.2026, Punkt 19.3, Rednerabschnitt Assis[5] Renew·Dan Barna (Mitverfasser)·Barna sieht ein Muster der Repression und verlangt, dass die Partnerschaft nicht auf Kosten europäischer Grundsätze geht.
„These are not isolated cases, but a broader pattern of repression against civil society. Many more human rights defenders, journalists, democratic opposition representatives are brutally persecuted. Our partnership with Azerbaijan cannot come at the expense of our foundational principles. We demand the immediate release of Ali Karimli, Anar Mammadli and all political prisoners.“
Übersetzung: „Das sind keine Einzelfälle, sondern ein breiteres Muster der Repression gegen die Zivilgesellschaft. Viele weitere Menschenrechtsverteidiger, Journalisten und Vertreter der demokratischen Opposition werden brutal verfolgt. Unsere Partnerschaft mit Aserbaidschan darf nicht auf Kosten unserer Grundprinzipien gehen. Wir fordern die sofortige Freilassung von Ali Karimli, Anar Mammadli und allen politischen Gefangenen.“
CRE, 7.10.2026, Punkt 19.3, Rednerabschnitt Barna[5] Grüne/EFA·Catarina Vieira (Mitverfasserin)·Vieira fordert, den Energiehandel mit Aserbaidschan bis zu echten Fortschritten bei der Freilassung politischer Gefangener auszusetzen.
„As Azerbaijan's main trading partner, the EU cannot turn a blind eye. We should suspend energy trade relations with Azerbaijan until meaningful progress is made towards releasing all political prisoners and upholding democracy and rule of law. Breaking our reliance on fossil‑fuel‑rich authoritarian regimes must be a priority.“
Übersetzung: „Als wichtigster Handelspartner Aserbaidschans darf die EU nicht wegschauen. Wir sollten die Energiehandelsbeziehungen mit Aserbaidschan aussetzen, bis es spürbare Fortschritte bei der Freilassung aller politischen Gefangenen und bei der Wahrung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit gibt. Die Abhängigkeit von autoritären Regimen mit reichen fossilen Vorkommen zu beenden, muss Vorrang haben.“
CRE, 7.10.2026, Punkt 19.3, Rednerabschnitt Vieira[5] Die Linke·Marina Mesure (Mitverfasserin)·Mesure wirft der EU vor, Resolutionen ohne Taten zu verabschieden, und will die Beziehungen an die Achtung der Menschenrechte knüpfen.
„Alors, évidemment, il faut exiger la libération immédiate et inconditionnelle de tous les prisonniers politiques azerbaïdjanais ainsi que la libération immédiate et inconditionnelle de tous les prisonniers arméniens détenus illégalement. Mais faire des résolutions ne suffit plus: il est temps de conditionner nos relations avec l’Azerbaïdjan au respect strict des droits humains et des libertés fondamentales. Si nous ne le faisons pas, l’Union européenne perdra ce qu’il lui reste de crédibilité.“
Übersetzung: „Selbstverständlich muss man die sofortige und bedingungslose Freilassung aller aserbaidschanischen politischen Gefangenen und aller rechtswidrig festgehaltenen armenischen Gefangenen fordern. Aber Resolutionen reichen nicht mehr: Es ist Zeit, unsere Beziehungen zu Aserbaidschan an die strikte Achtung der Menschenrechte und Grundfreiheiten zu knüpfen. Wenn wir das nicht tun, verliert die Europäische Union das, was ihr an Glaubwürdigkeit noch bleibt.“
CRE, 7.10.2026, Punkt 19.3, Rednerabschnitt Mesure[5] EKR·Małgorzata Gosiewska (Mitverfasserin)·Gosiewska verlangt eine europäische Reaktion und lehnt Energie- und Wirtschaftskooperation auf Kosten der Menschenrechte ab.
„Ale więźniów politycznych jest znacznie, znacznie więcej. Dane mówią o 328 więźniach politycznych w Azerbejdżanie. Europa nie może milczeć. Współpraca energetyczna i gospodarcza z Azerbejdżanem nie może odbywać się kosztem praw człowieka ani kosztem tych, którzy w kraju reprezentują wartości demokratyczne i proeuropejskie.“
Übersetzung: „Aber es gibt viel, viel mehr politische Gefangene. Die Angaben sprechen von 328 politischen Gefangenen in Aserbaidschan. Europa darf nicht schweigen. Die Energie- und Wirtschaftszusammenarbeit mit Aserbaidschan darf nicht auf Kosten der Menschenrechte gehen und nicht auf Kosten derer, die im Land demokratische und proeuropäische Werte vertreten.“
CRE, 7.10.2026, Punkt 19.3, Rednerabschnitt Gosiewska[5]